Vielen Dank, dass ihr dabei wart!

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Vielen Dank, dass ihr dabei wart!

Zwei Wochen ist es her, dass das erste futurecamp stattfand. Und es ist großartig, in der Piratosphäre die Erfahrungen und Ergebnisse der Workshops resonieren zu sehen. Vielen Dank, dass ihr dabei wart, rund 40 Personen aus allen Windrichtungen Deutschlands, Österreich und Luxemburg. Gemeinsam haben wir am Störitzer See viel Zeit zum Erfahrungsaustausch gehabt, und natürlich auch viel gelernt.
Was mich am meisten freut ist tatsächlich, dass die Vorträge sehr gut ankamen und wirklich – so das Feedback – zu aktuellen „pain points“ der Piratenpartei passten. Selbstverständlich gilt dies für die immer aktuellen Themen wie Datenschutz und im Kontext der Energiekrise in Europa für den Vortrag zur Energiepolitik. Die Workshops, in denen man T-Shirts mit einem eigenen Motiv oder dem des futurecamps bedrucken konnte, waren für einige auch eine vollkommen neue Erfahrung. Mit einer der schwierigsten Aufgaben für die PIRATEN liegt jedoch nach wie vor im Bereich Kommunikation vor uns. Und da waren die beiden Vorträge zu Storytelling und Markenbildung wirklich auf den Punkt.

Birgit Schürmann erklärte in der Keynote am Samstag in 10 Punkten, warum Storytelling wichtig ist. Geschichten bleiben unvergleichbar besser in Erinnerung als einfache Tatsachen und Statements. Geschichten emotionalisieren und schaffen damit Verbundenheit mit einem Inhalt. Und viele weitere rückblickend natürlich immer naheliegende Gründe, die allesamt deutlich machen: Man sollte eine Geschichte zu erzählen haben. Daher passte es auch sehr gut, auch im Rahmen der Keynote die Methodik und Bausteine an die Hand zu bekommen.

Da die Sinnhaftigkeit geklärt und anschließend unstrittig ist und auch die Werkzeuge infolge bekannt sind, geht es nun um den Inhalt, also was eigentlich genau erzählt werden soll. Und genau dafür war der ganztägige Workshop von Prof. Jürgen Tauchnitz der Weg zu einer Lösung. Unter Anwendung seines Konzeptes eines „Brand Keys“. Hierbei nimmt man sich zunächst eine Zielgruppe vor, deren Interessen man gerne vertreten möchte. Man überlegt, was die Einsichten dieser Gruppe sind, also was genau sie gerne erreichen möchten (bspw. Selbstbestimmung, Partizipation, Sicherheit, …). Ebenso werden die Wettbewerber abgetragen, mit denen man sich im „Wettbewerb“ um diese Zielgruppe wird auseinandersetzen müssen.

Mit dieser Charakterisierung der Zielgruppe als Fundament geht es nun über zu uns als Partei, es folgen die Fragestellungen, die sich um uns als Partei drehen. Also welches Nutzenversprechen wir denn geben können. Und eines der grundlegendsten Learnings, die ich beobachtet habe war, überhaupt klar zu verstehen, was der Nutzen für eine Person ist. Denn „wir setzen uns für einen fahrscheinfreien Nahverkehr ein“ ist beispielsweise KEIN Nutzenversprechen. Es sagt, was WIR wollen, enthält aber keinerlei Nutzen für einen Menschen. Dieser wäre beispielsweise eher etwas wie ungehinderte Mobilität, die ein Mensch dadurch erreichen kann. Darauf folgt eine Begründung, die untermauern soll, wieso unser Versprechen glaubhaft sei und wie dies kompetent erfüllen können. Für den dritten parteibezogene Teil wurde bearbeitet, wie die Persönlichkeit der Partei dafür sein muss, wie sie auftritt, um das zu vermitteln, damit das Nutzenversprechen sowie die Begründung, die unsere Glaubwürdigkeit vermitteln soll, bei der Zielgruppe ankommt, und zwar besser als die Kommunikation der Wettbewerber. Hier kommt unter anderem die dafür passende Tonalität ins Spiel. Insbesondere um die Abgrenzbarkeit zu anderen Parteien zu klären und die Existenzberechtigung der Partei zu begründen, dient der letzte der vier parteibezogenen Aspekte, nämlich die Unterscheidungsmerkmale – warum sind wir (aus Sicht eines Dritten) glaubwürdiger, kompetenter, bzw insgesamt die bessere Wahl.

Während wir das ganze praxisnah durcharbeiteten war das Ziel des Workshops die Methodik zu vermitteln, um uns als Partei oder zumindest die Piraten, die vor Ort waren, diesen Prozess gemeinsam in Gruppen und Gliederungen anstoßen zu können, um so ins Gespräch miteinander zu kommen und strukturiert zu einer zielgruppenorientierten aber vor allem auch verständlichen Kommunikation zu kommen, in der wir vermitteln nicht nur was wir wollen, sondern auch welches Angebot wir den Menschen warum machen können, und warum wir dafür genau die richtige Partei sind.
Ich bin gespannt, wie sich dieses Wissen in der Partei verteilen wird, und was wir daraus machen werden. Und genauso gespannt bin ich schon darauf, wie nach dieser überaus gelungenen Veranstaltung das Interesse am futurecamp 2023 sein wird, denn das ist bereits in der Planung. Und vermutlich können wir in den kommenden Wochen Termin, Ort und vor allem auch Themen und geplante Referenten bekannt geben. Haltet die Augen auf!

Wir sehen uns, spätestens beim nächsten futurecamp!

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Über den Blog

Hier erzählen Mitglieder des Teams über die Entstehung des Camps, aktuelle Gedanken und auch weitere Informationen, die rund um das futurecamp interessant sein könnten.

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