Wie alles begann

Wie alles begann

Wie alles begann

Bei der Piratenpartei gibt es das Format, das allseits als „Marina Kassel“ bekannt ist. Ein Treffen vor allem der Landesvorstände der Piratenpartei, in dem man sich vernetzte und über aktuelle Themen, Vorschläge und Ideen sprach. In meinem ersten Jahr als Bundesvorsitzender fand dieses Treffen 2019 zum ersten Mal unter meiner Verantwortung statt. Ich präsentierte dort mein Strategiepapier, in dem die meiner Meinung nach wichtigsten Aufgaben genannt wurden, die angegangen werden mussten. Eine dieser Aufgaben ist die innerparteiliche Bildung, die ich als „existenzielle Voraussetzung für ein erfolgreiches Wirken als Partei“ beschrieb. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Thema gewidmet, als Lisa die begonnene Arbeit im Rahmen der Piratenakademie vorstellte.

In den folgenden Jahren nahm die Arbeitslast dermaßen zu, dass es mir nicht mehr möglich war, selber an diesem Thema weiterzuarbeiten. Und während Lisa und Klemens fleißig weiterarbeiteten, um die Akademie voranzubringen, konnten wir im Bundesvorstand das leider nicht mit parteiweiten Begleitveranstaltungen flankieren. Aber nach wie vor war es mir ein leidenschaftlich wichtiges Thema.

Auf der Marina im März 2022 in Fürstenwalde unterhielten sich Riccardo und ich darüber, wie gut die Veranstaltung (die Marina) lief, wie viel es den Anwesenden gebracht hat. Nicht nur sich inhaltlich auszutauschen, sondern auch Gemeinschaft zu erleben. Und eben auch, wie wichtig es sei, dass wir als Piraten uns regelmäßig weiterbilden um besser zu werden. Und so entstand die Idee einer Bildungsveranstaltungreihe. Einer Veranstaltung, die nicht nur für die Führungskräfte der Partei ist, sondern für alle Piraten, und die die zwei wichtigsten Ziele verfolgt: Kompetenzgewinnung und Gemeinsamkeit erleben.

Dieser Gedanke liess uns nicht los, wuchs und reifte über die Zeit. Nach wie vor war ich durch meinen Bundesvorsitz sehr stark gezwungen, den Fokus auf andere Aufgaben zu legen. Doch der Wunsch, dass in unserer Partei die Dinge passieren, die meiner Meinung nach wichtig sind, um besser zu werden und diejenigen Schwachstellen auszumerzen, die uns zurückhalten, der ließ mich nicht los. Und so kandidierte ich beim Bundesparteitag im vergangenen Juni nicht erneut, um mir den Freiraum zu verschaffen, diese Aufgaben anzugehen. Um den Freiraum zu haben die Projekte umzusetzen, die liegen geblieben sind, aber angegangen werden sollten.

Besonders freute mich, dass Riccardo in der seit der Marina Zeit auch weiter darüber nachgedacht hatte. Ideen zusammengetragen hatte, über nicht nur mögliche Inhalte, sondern bereits auch Referenten. Über verschiedene Arten des Zusammenseins – von Abenteuer bis gediegen.

All dies wuchs zusammen zu dem, was nun das erste futurecamp der Piratenpartei ist. Ich bin ungeheuer dankbar für die Zeit und Energie, die Riccardo und die Kollegen vom Orgateam in dieses Projekt gesteckt haben. Das Projekt, das als Beginn einer jährlichen Veranstaltungsreihe gedacht ist, bei der Piraten zusammenkommen, gemeinsam eine gute Zeit haben, und dabei ein wenig fachlich kompetente Druckbetankung erfahren können.

Ich drücke die Daumen, dass alles so klappt, wie wir uns das vorstellen. Und vor allem wünsche ich allen die vorbei kommen viel Spass dabei. Sowohl dem Orgateam als auch denjenigen, die zum futurecamp fahren, und dazu beitragen, dass es eine Veranstaltung bleibt, die in Erinnerung bleibt.

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Hier erzählen Mitglieder des Teams über die Entstehung des Camps, aktuelle Gedanken und auch weitere Informationen, die rund um das futurecamp interessant sein könnten.

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